Leitbild

Vier Leitgedanken prägen von Beginn an die gemeinsame Grundhaltung im Umgang mit anderen Menschen, aus der heraus wir konkrete Ziele für unsere alltägliche Arbeit gewinnen. Diese Grundhaltung lässt sich mit den Werten Respekt, Toleranz, Verbindlichkeit und Verantwortung umschreiben.

Der respektvolle und tolerante Umgang der Mitarbeiter untereinander und ebenso mit den Klienten kennzeichnet die gemeinsame Basis unseres Handelns. Die Verschiedenheit der Menschen in ihrem Denken und Handeln wird von uns positiv erlebt. Auseinandersetzungen zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen und Milieus, zwischen Geschlechtern und jugendlichen Subkulturen gelingt nur auf dieser Grundlage, die wir in unserer Arbeit zugleich anbieten und einfordern.

Verbindlichkeit ist für uns die Voraussetzung für funktionierendes gemeinsames Arbeiten und für gelingende Beziehungen zu Kindern, Jugendlichen und Eltern. Erst in einer verlässlichen stabilen Umgebung können sich Kreativität, Emotionalität und Humor entfalten, erst dann werden Konflikte aushaltbar und Leidensgeschichten verstehbar. Als Forderung an uns selbst ist Verbindlichkeit die Basis für Qualität in unserer Arbeit; als Forderung an die Klienten die Basis für das Erreichen von gesteckten Zielen. Verbindlichkeit steht auch für Beziehungskontinuität und Akzeptanz von Regeln, die für ein gelingendes Zusammenleben unerlässlich sind.

Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber zielt auf Selbständigkeit und Unabhängigkeit. Durch eine zunehmende Verantwortungsfähigkeit sollen Jugendliche den Schritt von Kindheit und Jugendalter in die Welt der Erwachsenen üben und Eltern ihrer Rolle gegenüber ihren Kindern gerecht werden. Die Fähigkeiten und Möglichkeiten zur Übernahme von Verantwortung sind für uns entscheidende Faktoren für die Entwicklung von Persönlichkeit, für die Entstehung von Motivation und Interesse und damit für das Gelingen unserer pädagogischen und therapeutischen Arbeit.

Zu den grundlegenden Prinzipien bei JaKuS gehört darüber hinaus die Orientierung an den Ressourcen der Klienten. Sie zielt darauf ab, die vorhandenen individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten zu fördern, sie zur Übernahme von Eigenverantwortung zu motivieren und sie zu befähigen, außer den eigenen Potenzialen auch die der Familie und des Umfeldes zu erkennen und für sich zu nutzen.

Die Arbeit mit Jugendlichen und Familien findet bewusst in einem alltagsbezogenen Umfeld statt. Die Ressourcen des Sozialraums werden von JaKuS aktiviert, genutzt und gestärkt. Kenntnisse der regionalen Gegebenheiten, Kooperationen mit allen relevanten Gruppen und Personen und ein Selbstverständnis der MitarbeiterInnen als Akteure im Sozialraum sind dabei unsere Arbeitsgrundlage in der sich wandelnden Berliner Jugendhilfelandschaft.