SIT - Systemische Interaktionstherapie und Beratung

Der SIT-Ansatz bildet das theoretisch-methodische Fundament der familienaktivierenden Angebote bei JaKuS. Am deutlichsten ausgeprägt ist dieser Ansatz bei den TRIANGEL –Projekten, zunehmend wird er auch in anderen Angeboten umgesetzt. Dazu zählen  Impuls, SiS, die Wohngruppen Frieda und Marie sowie die ambulanten Angebote in Marzahn-Hellersdorf. Das Cafe Wolkenfrei ist aus dieser Arbeit hervorgegangen.

Die Systemische Interaktionstherapie wurde von Michael Biene begründet und wird vom SIT-Institut/Bern im deutschsprachigen Raum vertreten. Sie ist für JaKuS ein nachhaltiger und  praxisorientierter Ansatz, die systemische Grundhaltung in die Jugendhilfeangebote zu implementieren.

SIT in Kurzform: Wir halten es für denkbar, dass wir als professionelle Helfer selbst Teil des Problems sind, das wir mit den Familien bearbeiten.

"Die systemische Interaktionstherapie erklärt Auffälligkeiten und Probleme von Kindern und Jugendlichen als Ausdruck von Rollenzuweisungen und Beziehungsmustern in dem System, in dem ein Kind bzw. Jugendlicher lebt. Eine besonders hohe Bedeutung bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Problemen haben neben den Beziehungsmustern in den Herkunftsfamilien der Kinder auch die vielfältigen Beziehungs- und Interaktionsmuster zwischen der Familie und ihrem Umfeld sowie zwischen Mitarbeitenden helfender Institutionen.

Mittels einer systemischen Mikroanalyse werden die problemerzeugenden oder -stabilisierenden Knotenpunkte im Beziehungsgefüge der Familie bzw. zwischen Familie und Umfeld, aber auch in den Beziehungsmustern zwischen verschiedenen Helfenden bzw. Hilfesystemen herausgefiltert und bearbeitet." (Michael Biene)

Die SIT-Fortbildungsangebote in Berlin werden von JaKuS mitveranstaltet, mit SIT-Projekten in Nordrhein-Westfalen, Stuttgart und Bern besteht enger fachlicher Austausch. Eine Begleitforschung zum SIT-Ansatz ist im Aufbau.