Mit der Flexiblen Familienaktivierung erproben das Jugendamt Neukölln und JaKuS neue Gestaltungsmöglichkeiten im Bereich der Hilfen zur Erziehung. Ziel ist die Optimierung von Hilfen für Familien in Krisensituationen.
Die Arbeit im Projekt Flexible Familienaktivierung findet in einem besonderen Finanzierungsrahmen statt.
Diese neue Finanzierungsform eröffnet dem Träger erweiterte Handlungsmöglichkeiten.
Notwendige Veränderungen im Hilfesetting und Hilfeformen außerhalb des HzE-Rahmens können ohne Bewilligungsaufwand umgesetzt werden.
Auf diese Weise ist es z. B. möglich:
- ehrenamtlich tätigen Eltern, die zum Teil selbst Klienten waren und andere Eltern im eigenen Umfeld sowie in speziellen Elterngruppen unterstützen, eine Aufwandsentschädigung zu zahlen
- eine von MitarbeiterInnen begleitete Ferienreise für mehrere Familien zu organisieren
- Verwandtschaftsräte für die Familien zu organisieren
Rahmenbedingungen
Im Projektzeitraum vom 1.11.2007 bis 30.10.2010 werden 10 Familien betreut.
Die Hilfe wird für zwei Jahre vereinbart, innerhalb derer ein Kontingent von 8 Fachleistungsstunden pro Woche sowie zusätzliche Sachmittel zur Verfügung stehen.
Das Projekt trägt sämtliche ambulante und stationäre Kosten aus dem Gesamt-Kontingent aller Familien.
Innerhalb einer Klärungs-und Erkundungsphase erarbeitet die Familie einen Kontrakt mit Träger und Jugendamt.
Den Rahmen bildet die sozialräumlich organisierte Jugendhilfe, inhaltlich getragen wird das Angebot durch das SIT-Konzept (Systemische Interaktionstherapie und -beratung), das im Projekt TRIANGEL und der JaKuS-Familienhilfe Anwendung findet. Wesentliche Merkmale sind dabei:
- Laufende Überprüfung der Helferrolle und ihrer Wirkung auf das Familiensystem
- Vernetzung der Klienten miteinander in Elterngruppen
- Einbeziehung der wichtigen Personen aus dem Umfeld der Familie
- Unterstützung durch ehrenamtliche Eltern, die selbst Klienten waren
