Systemisches Jugendwohnprojekt Kreuzberg


Das Jugendwohnprojekt am Standort Axel-Springer-Strasse bietet 5 Plätze in einer Wohngemeinschaft(WG) sowie 4 Plätze in trägereigenen 1-Zimmerwohnung (BEW) in näherer Umgebung des Standorts.
Durch die Anwesenheit von 3 pädagogischen Fachkräften in der WG entstehen im wochentäglichen Alltag ein intensiver Kontakt und eine familienanaloge Atmosphäre. Der hohe Personalschlüssel schafft für die WG-Arbeit die Vorraussetzung für die Bearbeitung auch schwieriger Problemlagen.

Die 4 Betreuungsplätze (BEW) mit bedarfsbezogenen Kontakten komplettieren das Angebot. Im Idealfall ist zunächst die Aufnahme am Standtort und später bei fortschreitender Verselbstständigung bzw. Stabilisierung ein Wechsel in eine 1-Zimmerwohnung vorgesehen. Sollten Probleme und Schwierigkeiten beim „AlleineWohnen“ auftreten, ist auch eine Rückkehr zum Standort möglich. Dabei bleibt bei allen Schritten die Betreuungskontinuität gewährleistet.

Den jungen Menschen bieten wir bei Bedarf einen Schutz- und Schonraum zum Nachreifen und zum Entwickeln lebenspraktischer Fertigkeiten (Kochen, Putzen, Haushalten…). Daneben sind weitere zentrale Elemente des Angebots, die Beratung zur Entwicklung realistischer und eigenverantwortlicher Lebensplanungen, zur Förderung sozialer Kompetenzen, zu schulischen Fragen und ihren beruflichen Perspektiven etc..

Unser Angebot bietet darüber hinaus:

  • wöchentliche Einzelgespräche sowie regelmäßige Familiengespräche in Co-Beratung,
  • regelmäßige Gruppenangebote incl. Sommerreise

Das Angebot richtet sich an junge Menschen im Alter ab 15 Jahre und deren Eltern/Familien. Die Hilfe bezieht dem systemischen Ansatz folgend, die Herkunftsfamilie mit ein und kann die vorhandenen Ressourcen der Beteiligten fördern und nutzbar machen. Unsere Arbeit orientiert sich an den Grundsätzen der systemischen Familienarbeit. Mit wertschätzender Haltung den Klienten/-innen gegenüber geht es darum gemeinsam vorhandene Verhaltensmuster zu erkennen und zu überprüfen. Ziel hierbei ist es, eigene ihnen angemessene, neue Handlungs- und
Lösungsoptionen zu ent-wickeln. Eine Versöhnung innerhalb des Familiensystems und das Entwickeln einer gegenseitigen wertschätzenden Kommunikation sind zentrale Bestandteile des Hilfeangebots. Die Methoden hierbei sind u.a. das lösungsorientierte Arbeiten mit dem Genogramm und Elemente des Elterncoachings. Die Mitarbeiter/-innen besitzen systemische Zusatzausbildungen.

Wir haben die Betriebserlaubnis und entsprechende Qualifikationen, um geeignete und am Bedarf orientierte Hilfen nach folgenden Paragraphen durchzuführen: §34, §35 und §30, alle auch i.v.m. §41.

Daneben besteht die Möglichkeit sowohl ambulant als auch stationär ein sozialpädagogisches Clearing durchzuführen.
Das Jugendwohnprojekt arbeitet seit dem Jahr 2000 unter kontinuierlicher konzeptioneller Weiterentwicklung mit allen regionalen sozialen Diensten der Stadt und darüber hinaus. Seit der Erhöhung der Platzzahl im Februar 2013 wurde das Team um eine weitere Fachkraft ergänzt, um nach bewährtem Konzept weiter arbeiten zu können.