Seit Ende 1999 sind die Fachkräfte der sozialpädagogischen Familienhilfe im Bezirk Neukölln tätig. Das Fachteam Familienhilfe arbeitet aktuell sozialraumbezogen in der Region Nordwest von Neukölln. Sowohl fachlich als auch räumlich besteht eine enge Vernetzung mit den weiteren ambulanten und stationären Hilfeangeboten des Trägers sowie mit anderen freien Trägern und Institutionen der Region.
Der SIT-Ansatz bildet die methodische Grundlage der sozialpädagogischen Familienhilfe bei JaKuS. Diese spezielle systemische Arbeitsweise stellt die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle innerhalb des Hilfesystems unter dem Blickwinkel von Aktivierungspotenzialen (im Träger und bei den Klienten) ins Zentrum der Teamarbeit.
Zu den Problemfeldern im Bereich Familienhilfe gehören Vernachlässigung, Verwahrlosung, Gewalt und Multiproblemstrukturen sowie stark beeinträchtigte Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen. Arbeitsschwerpunkte des Bereichs sind:
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alleinerziehende junge Mütter, die bei der Alltagsorganisation sowie bei der Wahrnehmung ihrer Erziehungsaufgaben erhebliche Probleme haben. Massive Paarkonflikte sind bei Alleinerziehenden häufig eine zusätzliche Belastung, neben der Überforderung mit der Pflege und Erziehung der Kinder, die die Energie und das Interesse der jungen Mütter binden. Außerdem sind Armut, Rollenkonflikte und Orientierungslosigkeit Belastungsmomente.
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Schulversagen bzw. Verhaltensauffälligkeiten eines oder mehrer Kinder in der Schule. Dieses Problem ist sehr häufig der Grund für die Einleitung einer Hilfe. Die Kinder sind in den betroffenen Familien oft Symptomträger und machen mit ihrem Verhalten auf vielschichtige familiäre Problemzusammenhänge aufmerksam.
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Suchterkrankung bzw. psychische Erkrankung eines Erlternteils. In diesen Familien sind die Kinder häufig mit der Verantwortung für sich und zusätzlich für ihre Eltern überfordert. Die Familien sind oft isoliert und haben keinen Zugang zu vorhandenen Unterstützungs- und Entlastungsangeboten.
Die Fachkräfte der Familienhilfe richten ihre Arbeit darauf aus, den Familien den Zugang zu den Ressourcen (wieder) zu eröffnen und beziehen dabei gleichermaßen das Familiensystem wie die einzelnen Familienmitglieder ein. In der konkreten Fallarbeit orientiert sich der Arbeitsansatz an der je spezifischen Familiendynamik und Problemerzeugung/-stabilisierung in einer Familie.
