Aktuelles

Ein Haus entsteht

Die Baufortschritte unseres neuen Hauses in der Greulichstraße in Tempelhof sind deutlich sichtbar. Auch wenn der Bau durch die starken Regenfälle im Juli und August in Verzug geraten ist, konnten wir dennoch zusehen, wie im Garten hinter unserem Haus in Marienfelde ein komplett neues Haus entsteht.

Zeitgleich denken wir über neue Konzepte nach, damit wir in Zukunft den Standort in Tempelhof-Schöneberg wieder mit Angeboten der Jugendhilfe beleben können.

Baustelle in der Greulichstraße von vorneBaustelle in der Greulichstraße von hinten


Offener Brief Berliner Jugendhilfeträger

Mehrere Berliner Träger der freien Jugendhilfe haben gemeinsam einen offenen Brief verfasst, der mehr Aufmerksamkeit  für die prekäre Situation in den meisten Berliner Jugendämtern in der Öffentlichkeit erreichen möchte. Aufgrund von Personalmangel sind viele Jugendämter zeitweise geschlossen und oft weder für Mitarbeiter*innen der Jugendhilfe noch für Eltern, Kinder oder Jugendliche erreichbar.

Hier ist der Brief als Download: Offener Brief von Trägern der freien Jugendhilfe 

Schild vom Jugendamt

Aushang an der Tür des Jugendamtes Steglitz-Zehlendorf


Ziemlich beste Fortbildung

Fachpool-Berlin öffnet die Türen

Am 17.03.2017 öffnete die Fachpool-Berlin gGmbH zum ersten Mal ihre Türen. Die drei paritätischen Träger JuLi Jugendhilfe in Lichtenberg gGmbH, JaKuS e.V., Albert-Schweitzer- Kinderdorf Berlin e.V. haben gemeinsam mit der Fachpool Herne gGmbH dieses neue Fortbildungs- und Beratungsinstitut für Mitarbeiter*innen aus der Kinder- und Jugendhilfe und dem Bildungsbereich in Berlin gegründet.Das Publikum

Das Grußwort bei der Tür-Öffnung hielt Frau Dr. Gabriele Schlimper, Geschäftsführerin des Paritätischen Berlin. Sie wünschte Fachpool-Berlin einen guten Start und bildete damit den Anfang der Veranstaltung, bei der nach einem kurzweiligen fachlichen Input über betriebliches Gesundheitsmanagement auch die drei Vertreter*innen der Berliner Fachpool-Berlin-Träger und einige zukünftige Fortbildner*innen zu Wort kamen.

Dr. Gabriele Schlimper

Aus der Praxis für die Praxis sollen laut Programmkoordinator Mathias Berner die Angebote sein. Und so liest sich der Flyer mit dem Jahresprogramm auch wie ein Querschnitt durch die Aufgabengebiete zeitgemäßer Jugendhilfe. Von „Aufsichtspflicht in der Arbeit mit jungen Menschen“ bis „Lust auf Leitung“ über „Excel selbstbewusst anwenden“ und „Das kleine Einmaleins der Traumapädagogik“ zu „Schluss! Aus! Feierabend! – Wieder leichter abschalten nach dem Arbeitstag.“ Das Repertoire der Angebote ist breit gefächert und reicht vom dreistündigen Coaching bis hin zur sechstägigen Qualifizierung. Das gesamte Programm kann man sich auf der Webseite von Fachpool-Berlin ansehen. Die Fachpool-Verantwortlichen betonen, dass „ziemlich beste Fortbildung“ nur machbar ist, wenn individuelle Kompetenzentwicklung der Mitarbeiter*innen im Zusammenhang gesehen wird mit Fragen der Organisationsentwicklung der Einrichtungen, in deren Kontext die Mitarbeiter*innen wirken. Mathias Berner, selbst systemischer Organisationsberater, will daher möglichst guten Kontakt zu den beauftragenden Institutionen, die Fortbildungen nachfragen – um bedarfsgerecht zu konzipieren und anzubieten. 

 

Mit einem Lunch-Buffet ging die Eröffnungsveranstaltung dann zu Ende und bot damit den Gästen aus der Berliner Jugendhilfe noch eine gute Gelegenheit für gemeinsame Gespräche und gegenseitige Vernetzungen. Das wurde von den ca. 50 Anwesenden auch gerne in Anspruch genommen, und die um einige Stehtische gruppierten Gäste füllten fleißig die Postkarten mit Wünschen für zukünftige Fortbildungen von Fachpool-Berlin aus. Wenn es nach den bisherigen Angeboten und den aufgeschriebenen Bedarfen geht, gibt es für das neue Fortbildungsinstitut auf jeden Fall genug zu tun.

 

 

 


EU-Projekt in Marzahn-Hellersdorf

Das Projekt Wohnführerschein Schule-Jugendarbeit in Marzahn-Hellersdorf, das von der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Berlin finanziert wurde, ist nun zu Ende gegangen. Am letzten Mittwoch kamen noch einmal die Kooperationspartner in der Geschäftsstelle in Marzahn zusammen und schauten sich die Ergebnisse des Projekts an.

Es wurden immerhin 25 Kurse durchgeführt. Dabei haben 125 Jugendliche den Wohnführerschein erhalten und 65 Trainer*innen wurden ausgebildet. Die Idee des Wohnführerscheins für unbegleitete Flüchtlinge ist ebenfalls hier entstanden und ein neues Curriculum für den Wohnführerschein als Teil des Schulunterrichts wurde erstellt.

Die Projektdokumentation liegt als Broschüre vor und auch ein Film darüber wurde erstellt. Den kann man auf der Seite www.wohnfuehrerschei-berlin.de sehen. Oder auch hier:

 


Wohnführerschein für Flüchtlinge

Wohnführerscheinkurs für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge erfolgreich abgeschlossen

Die Projektgruppe des Wohnführerscheins
Roland Bohr, Daniela Froelich, Julian Pinnig, Mark Mayos, Beatrix Merck, Stefanie Greske, Mathias Riester

Am 10. Januar 2017 wurden die Zertifikate überreicht. Sieben junge Menschen im Alter zwischen 16 und 19 Jahren schlossen den Wohnführerscheinkurs für minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge ab und erhielten nach der Abschlussprüfung den begehrten Wohnführerschein. Dieser spezielle Kurs wurde mit unserem syrischen Mitarbeiter Mark Mayos entwickelt, der als Trainer den Jugendlichen auch die Inhalte, teilweise in arabischer Sprache, vermitteln konnte.

Die Idee für den Kurs war in unserem Projekt Wohnführerschein Schule-Jugendarbeit entstanden und konnte mithilfe einer Spende der Deutschen Wohnen umgesetzt werden. Deshalb waren auch Frau Greske und Herr Pinnig von der Deutschen Wohnen bei der Übergabe anwesend. Frau Froelich von der Degewo war ebenfalls vor Ort, wie auch wie die drei Trainer Roland Bohr, Mark Mayos und Mathias Riester. Beatrix Merck war als Projekt- und Regionalleiterin in Marzahn-Hellersdorf natürlich genauso dabei. Auch Frieder Moritz, der Geschäftsführer von JaKuS, richtete ein paar Worte an die Anwesenden.Mark Mayos, Stefanie Greske, Frieder Moritz

Der Wohnführeschein für minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge ist ein weiterer Schritt in dem Bestreben von JaKuS, Jugendlichen Kompetenzen zum Thema "Rund ums Wohnen" zu vermitteln, damit diese bessere Chancen auf dem Wohnungsmarkt haben. Es werden rechtliche Fragen erörtert, wie auch Möglichkeiten zum Energiesparen, Reinigen und richtigen Lüften einer Wohnung aufgezeigt. Aber auch handwerkliche Fähigkeiten, Konfliktvermeidungsstrategien und erfolgversprechende Wohnungsbewerbungen werden trainiert. Letzteres in enger Kooperation mit Wohnungsgesellschaften, die ihrerseits an qualifizierten und verantwortungsbewussten Mietern interessiert sind.

Mark Mayos, Stefanie Greske, Frieder Moritz

 

Dazu hier ein Artikel auf jugendhilfe-bewegt-berlin.de